Warndienst Nr. 12

Warndienst Nr. 12_2023

Pflanzenschutz und Pflanzenbau des Landratsamtes Sigmaringen

22.05.2023

 

 

Wintergetreide

Bei der Wintergerste sollte wie im Warndienst Nr. 10 beschrieben die Abschlussbehandlung, wenn noch nicht erfolgt in ES 49/51 durchgeführt werden.

Der Winterweizen befindet sich je nach Sorte, Standort und Aussaattermin in ES 37 – 45. Im Warndienst Nr. 10 und 11 wurde beschrieben wie die Vorgehensweise je nach Krankheitsauftreten ist. Die Septoriainfektionen breiten sich weiter aus. Dies ist jedoch im Landkreis bzw. je nach Bestand sehr unterschiedlich. In Krauchenwies ist in der Triticale bei einzelnen Sorten Gelbrost sichtbar. Deshalb sollten Sie weiterhin Ihre Bestände intensiv kontrollieren und bei Überschreitung der Bekämpfungsschwellen zeitnah behandeln.

 

Mais

Der Mais ist auf Flächen, die um den 01.05.2023 gelegt wurden ca. im 1-2- Blattstadium, die um den 04.05.2023 gelegt wurden am Auflaufen. Das Unkraut/-gras ist auf Flächen ohne Vorauflaufbehandlung auch am Auflaufe. Um eine gute Wirkung zu erzielen sollte der Mais im 3 bis 4 – Blattstadium sein und die Unkräuter/-gräser im Keimblatt- bis zum 2 Blattstadium. Achten Sie immer darauf, dass der Mais vor einer Herbizidbehandlung eine ausreichende Wachsschicht aufbauen kann (am besten einen ganzen Tag ohne Regen und wolkenlos). 

Eine Bewertung der Maisherbizide ist in der Broschüre „Integrierter Pflanzenschutz 2023“ in den Tabellen 35 und 36 auf den Seiten 72 bis 74 zu finden.

Betriebe, die Ihren Mais die letzten paar Tage ausgesät haben und „höheren Druck“ mit Hirsen und / oder Storchschnabel haben, sollten eine Vorauflaufmaßnahme in Betracht ziehen. Die Vorauflaufanwendung wurde schon im Warndienst Nr. 9 näher erläutert. Um eine gute Wirkung zu erzielen muss kurz vor bzw. nach der Anwendung noch ein Niederschlag kommen.

In allen Wasserschutzgebieten (Normal- bzw. ogL-, Problem- und Sanierungsgebieten) ist in Baden-Württemberg in den Schutzzonen I - III die Ausbringung von terbuthylazinhaltigen Mitteln verboten, z. B. Aspect, Calaris, Gardo Gold, Spectrum Gold, Successor T sowie die Kombinationspackungen Elumis Gold Pack, Laudis Aspect Pack, MaisTer Power Aspect Pack, Motivell komplett, Principal S Pack, Successor TOP 3,0, …!

Auch außerhalb von Wasserschutzgebieten wird zum Schutze des Grundwassers die Anwendung von terbuthylazinhaltigen Mitteln nicht empfohlen.

Beim Einsatz von Nicosulfuron-haltigen Mitteln, z. B. Arigo, Elumis, Motivell Forte, Nicogan, Samson 4 SC, … muss zum Schutz des Grundwassers folgendes beachtet werden: Die maximale Aufwandmenge von 45 g Nicosulfuron pro Hektar auf derselben Fläche darf - auch in Kombination mit anderen diesen Wirkstoff enthaltenden Pflanzenschutzmitteln - nicht überschritten werden (NG326, NG326-1). Bei Mais nach Mais ist zu beachten, dass wenn bereits im Vorjahr ein Mittel mit dem Wirkstoff Nicosulfuron eingesetzt wurde, dieselbe Fläche nicht nochmals mit Nicosulfuron behandelt werden darf (NG327).

Auch in diesem Jahr werden Herbizidkontrollen durchgeführt.

 

Schnecken

Die Witterung war die letzten Tage optimal für die Schnecken. Kontrollieren Sie weiterhin Kulturen, die sich in der Jugendentwicklung befinden. Um herauszufinden, ob auf dem Schlag Schnecken vorhanden sind, können Sie Bretter oder Säcke (Jute oder Folie) auslegen und regelmäßig auf Schleimspuren kontrollieren.

 

Felderbegehungen

Die letzte Felderbegehung für diese Saison findet am 23.05.2023 um 19:30 Uhr statt. Besprochen werden Düngungs- und Pflanzenschutzmaßnahmen in Getreide und Mais.

Eine Anmeldung zu den jeweiligen Terminen ist nicht erforderlich, Teilnahmegebühren fallen nicht an.

Das Versuchsfeld liegt an der Bundesstraße 311 zwischen Krauchenwies und Rulfingen vor der Abfahrt nach Ostrach auf der linken Seite.



Landratsamt lädt zum Kleinen Feldtag ein

Das Landratsamt Sigmaringen, Fachbereich Landwirtschaft, veranstaltet gemeinsam mit mehreren Pflanzenschutzfirmen den „Kleinen Feldtag“ am Donnerstag, den 25.05.2023, um 19:00 Uhr. Landwirte und landwirtschaftliche Berater sind herzlich eingeladen. Der Gesangverein Krauchenwies sorgt für die Bewirtung.

Auf Ackerschlägen von Landwirten werden Versuche zum Herbizideinsatz in Winterweizen, Wintergerste und Winterraps sowie zu Fungizidanwendungen in Wintergerste vorgestellt. Die Versuchsfläche liegt neben dem landwirtschaftlichen Betrieb von Manfred Missel in Sigmaringen-Laiz. Die Anfahrt ist ab der Ortsmitte von Laiz (auf Höhe der Tankstelle) ausgeschildert. 

Die Teilnehmenden werden gebeten, die Sperrung der Ortsdurchfahrt Laiz von Sigmaringen kommend zu beachten. Von Sigmaringen kommend ist der B313 in Richtung Stockach zu folgen und die Abfahrt Laiz/Göggingen zu nehmen. Nach 350 m kann rechts unter der B313 hindurch nach Laiz gefahren werden.

 

Informationsveranstaltung zur Biodiversität in der Landwirtschaft

 

Auf dem landwirtschaftlichen Betrieb von Christoph Hipp in Jungnau findet am Dienstag, 30. Mai, eine Informationsveranstaltung zum Thema Biodiversität statt. Die Teilnehmenden können sich von 19 bis etwa 21 Uhr ein Bild von den Versuchen im Getreide machen. Diese werden vorgestellt und mit den Veranstaltern und Berufskolleginnen und Berufskollegen diskutiert. Dazu eingeladen sind vor allem Landwirtinnen und Landwirte sowie landwirtschaftliche Beraterinnen und Berater. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Veranstalter ist das Regierungspräsidium Tübingen als Leiter des Demonstrationsbetriebsnetzwerks „BiodivNetzBW“ in Kooperation mit dem Fachbereich Landwirtschaft des Landratsamts Sigmaringen. Das Demonstrationsbetriebsnetzwerk wurde eingerichtet, um zu testen, wie sich biodiversitätsfördernde Maßnahmen in der landwirtschaftlichen Praxis einbinden und umsetzen lassen. Ziele sind der Schutz der Biodiversität und die Erhaltung und Pflege der Kulturlandschaft.

 

Der Treffpunkt zur Veranstaltung befindet sich am Aussiedlerhof von Christoph Hipp in Sigmaringen-Jungnau und ist über die GPS-Koordinaten 48.133600, 9.193381 zu finden.

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