Infodienst Nr. 17

Infodienst Nr. 17
Pflanzenschutz und Pflanzenbau des Landratsamtes Sigmaringen
Stand 05.07.2022

 

 

Feldtag auf dem Versuchsfeld Oberland

 

Sehr geehrte Damen und Herren, 

 

Der Fachbereich Landwirtschaft des Landratsamtes Sigmaringen veranstaltet am Donnerstag, den 7. Juli 2022 den Versuchsfeldtag auf dem Zentralen Versuchsfeld Oberland in Krauchenwies. Die Eröffnung ist um 9:30 Uhr. Anschließend finden geführte Versuchsbesichtigungen statt. Der Rundgang am Abend beginnt um 18:00 Uhr. 

Eine Anmeldung ist in diesem Jahr nicht erforderlich. 

 

Der Feldtag wird in Zusammenarbeit mit mehreren Pflanzenschutzfirmen durchgeführt. Auf dem Zentralen Versuchsfeld in Krauchenwies werden sowohl Sortenexaktversuche als auch Pflanzenschutz- und Düngungsversuche in Getreide und Raps vorgestellt. Vertreter verschiedener Saatzuchtfirmen präsentieren ihre aktuelle Sortenpalette. Für Verpflegung ist durch den Gesangverein Krauchenwies gesorgt. Die Rundgänge um 9:30 Uhr oder um 18:00 Uhr können als zweistündige Pflanzenschutzsachkunde-Fortbildung anerkannt werden. Bitte bringen Sie hierfür Ihren Sachkundeausweis (Scheckkarte) mit.

Wir würden uns freuen Sie begrüßen zu dürfen.

 

Glyphosateinsatz ALLGEMEIN

Die Anwendung von Produkten mit dem Wirkstoff Glyphosat und Glyphosat – Trimesium ist ausnahmslos verboten in

-       in ALLEN Wasserschutzgebieten 

-       Heilquellenschutzgebieten

-       Kern- und Pflegezonen von Biospärenreservaten

-       Naturdenkmäler

-       gesetzlich geschützten Biotopen gemäß §30 BNatSchG

Eine Glyphosatanwendung zur Ernteerleichterung (Sikkation) ist auf allen landwirtschaftlich genutzten Flächen verboten!

Eine Anwendung außerhalb den oben genannten Flächen ist nur noch zulässig, wenn vorbeugende Maßnahmen (geeignete Fruchtfolge, geeigneter Aussaatzeitpunkt, mechanische Maßnahmen, Pflugfurche) nicht durchgeführt werden können und andere technische Maßnahmen nicht geeignet oder zumutbar sind. 

Die Aufwandmenge, die Häufigkeit der Anwendung und die zu behandelnden Flächen sind auf das notwendige Maß zu beschränken. 

Eine Anwendung zur Vorsaatbehandlung (ausgenommen im Rahmen eines Direktsaat- und Mulchsaatverfahrens) oder nach der Ernte zur Stoppelbehandlung ist nur zulässig

-       zur Bekämpfung ausdauernder Unkräuter /-gräser wie Ackerkratzdistel, Ackerwinde, Ampfer, Landwasserknöterich und Quecke auf den betroffenen Teilflächen

-       zur Unkrautbekämpfung, einschließlich der Beseitigung von Mulch- und Ausfallkulturen, auf erosionsgefährdeten Ackerflächen (CC Wasser 1 + 2 und CC Wind)

Anwendungen zur Grünlanderneuerung sind auf Teilflächen erlaubt, wenn die wirtschaftliche Nutzung oder die Tiergesundheit gefährdet sind. Zur Vorbereitung einer Neuansaat ist eine flächige Anwendung auf Flächen möglich, die in einer Erosionsgefährdungsklasse sind oder auf denen eine wendende Bodenbearbeitung auf Grund anderer Vorschriften nicht erlaubt ist. Grünlanderneuerungen sind für greeningpflichtige Betriebe antragspflichtig.

 

IPSplus

IPSPlus muss in Landschaftsschutzgebieten und Natura 2000-Gebieten (FFH- und Vogelschutzgebieten) sowie auf intensiv genutzten land- und fischereiwirtschaftlichen Flächen in Kern- und Pflegezonen von Biosphärengebieten, in gesetzlich geschützten Biotopen und bei Naturdenkmalen angewandt werden.

Neben den allgemeinen Grundsätzen zum integrierten Pflanzenschutz sind dabei in der Landwirtschaft zusätzliche landesspezifische Vorgaben einzuhalten (in der Kurzform als IPSplus bezeichnet). Die Vorgaben gelten für den konventionellen wie ökologischen Anbau.

Es ist vorgesehen, sie nach der Einführungsphase im Rahmen des landwirtschaftlichen Fachrechts ab 2023 zu kontrollieren. 

Die Dokumentation ist in den gesetzlich vorgeschriebenen Aufzeichnungen zur Pflanzenschutzmittelanwendung bzw. Schlagkarteien vorzunehmen und durch Erhebungstabellen und andere Nachweise zu ergänzen. Die Unterlagen sind wie die Aufzeichnungen zum Pflanzenschutzmitteleinsatz 3 Jahre aufzubewahren. Für jeden Sektor wurden Pflichtmaßnahmen beschrieben, die verbindlich von den Betrieben auf allen Flächen in den o.g. Schutzgebieten einzuhalten sind. Mindestens eine Wahlmaßnahme ist je Sektor und Betrieb auszuwählen und einzuhalten. Wenn die Betriebe Pflichtmaßnahmen nicht einhalten oder keine Wahlmaßnahme wählen können, ist Kontakt mit der amtlichen Beratung aufzunehmen.                                   (Quelle: LTZ Augustenberg)

 

Beachten Sie die Maßnahme A 4.3 „Mechanische Stoppelbearbeitung“ jetzt nach der Ernte, wenn Sie in den oben genannten Schutzgebieten Flächen bewirtschaften. Auch sollten Sie bei der Planung der Fruchtfolge die Maßnahme A 1.1 „Einhaltung einer ausgewogenen, vielgliedrigen Fruchtfolge“ mit einfließen lassen. 

Weitere Informationen sowie die Pflicht- und Wahlmaßnahmen der einzelnen Sektoren erhalten Sie unter: Infodienst - LTZ Augustenberg - Integrierter Pflanzenschutz (landwirtschaft-bw.de)

 

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